Einführung des Handelsabkommens

Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich, bekannt als CETA, ist in Kraft getreten. Dieses Abkommen zielt darauf ab, Zölle auf tausende von Waren zu senken und den Marktzugang für Dienstleistungsunternehmen und Fachkräfte in beiden Ländern zu erweitern.

Indiens Premierminister Narendra Modi und sein britischer Amtskollege Keir Starmer unterzeichneten das Abkommen bei einem Treffen in Chequers, England. Dies markiert einen bedeutenden Schritt in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

Vorteile für Indien und das Vereinigte Königreich

Mit dem Inkrafttreten des Abkommens erhalten indische Exporteure sofortigen, zollfreien Zugang zu den meisten britischen Tariflinien, was insbesondere arbeitsintensive Sektoren wie die Textilindustrie begünstigt. Auf der anderen Seite wird das Vereinigte Königreich durch schrittweise Zollsenkungen und Quoten einen breiteren Zugang zu den indischen Märkten erhalten, insbesondere im Automobilsektor.

Indiens Handels- und Industrieminister Piyush Goyal bezeichnete das Abkommen als „wegweisenden Meilenstein“ in den Beziehungen zwischen Indien und Großbritannien. Er betonte die Vorteile für verschiedene Sektoren wie Textilien, Leder, Schmuck, Maschinenbau, Meeresprodukte, Chemikalien und verarbeitete Lebensmittel.

Wirtschaftliche Auswirkungen des Abkommens

Das Abkommen wird voraussichtlich die indischen Exporte nach Großbritannien steigern und gleichzeitig die Kosten für britische Importe senken. Ein britisches Regierungspapier lobte das Abkommen als das „beste Abkommen, das jemals mit Indien geschlossen wurde“. Laut diesem Papier wird Indien Zölle auf 90 Prozent der Tariflinien abschaffen oder reduzieren, die 92 Prozent der aktuellen Warenimporte aus dem Vereinigten Königreich abdecken.

Gleichzeitig wird Großbritannien die Zölle auf 96,8 Prozent der Tariflinien abschaffen, was 97,7 Prozent des Handelswerts entspricht. Das Abkommen bedeutet, dass Großbritannien Zölle auf fast alle indischen Waren entfernt hat.

Im Finanzjahr 2025-26 exportierte Indien Waren im Wert von 13,44 Milliarden US-Dollar nach Großbritannien, während die Importe bei 11,68 Milliarden US-Dollar lagen. Der bilaterale Dienstleistungshandel belief sich 2024 auf 35,44 Milliarden US-Dollar, wobei Indien einen Dienstleistungsüberschuss von fast 7,9 Milliarden US-Dollar verzeichnete.

Günstigere britische Produkte für Indien

Zu den britischen Produkten, die für indische Verbraucher günstiger werden, gehören Kosmetika, Whiskys, Schokolade, alkoholfreie Getränke und Lammfleisch. Auch der Fertigungssektor, einschließlich Autos, elektrischen Schaltkreisen und medizinischen Geräten, wird von dem Abkommen profitieren.

Indische Produkte im Vereinigten Königreich

In Großbritannien werden Zölle auf indische Exporte wie Meeresfrüchte, Textilien, Lederwaren, Schuhe und Schmuck abgeschafft, was den indischen Lieferanten einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Auch Gewürze, Gemüse, verarbeitete Lebensmittel und Früchte werden durch das Abkommen günstiger.

Ausnahmen vom Abkommen

Obwohl das Abkommen viele Sektoren abdeckt, bleiben einige Bereiche unberührt. Dazu gehören Geflügel, Eier, Zucker und Milchprodukte. Indien hat auch Äpfel, Walnüsse und bestimmte Kategorien von Goldbarren und Smartphones vom Abkommen ausgeschlossen.

Source: Original Article