Familie bei Luftangriff in Gaza getötet

In einem israelischen Luftangriff auf eine Wohnung in Zentral-Gaza kamen drei Menschen ums Leben – ein Vater, eine Mutter und ihre sechsjährige Tochter. Der Angriff fand in Deir el-Balah statt, während Israel weiterhin trotz eines im Oktober vereinbarten Waffenstillstands das Gebiet angreift.

Ein weiteres Kind überlebte den Angriff und konnte von palästinensischen Zivilverteidigungseinheiten gerettet werden, die schnell eintrafen, um den durch den Angriff verursachten Brand zu löschen.

Fortgesetzte Gewalt trotz Waffenstillstand

Die israelische Armee bestätigte den Angriff und gab an, dass ein Hamas-Kämpfer das Ziel gewesen sei. Gleichzeitig wurden in Gaza-Stadt ein Rehabilitationszentrum und in Khan Younis ein Park, in dem hunderte vertriebene Familien Schutz suchten, ebenfalls von israelischen Luftangriffen getroffen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza starben innerhalb eines 24-Stunden-Berichtszeitraums mindestens 12 Menschen bei israelischen Angriffen, eine Person erlag ihren Verletzungen und 18 weitere wurden verletzt.

Hohe Opferzahlen seit Konfliktbeginn

Der Konflikt begann im Oktober 2023 nach einem Angriff unter Führung der Hamas im Süden Israels, bei dem etwa 1.200 Menschen getötet und rund 240 entführt wurden. Israel reagierte mit massiven Angriffen auf die Gebiete in Gaza und tötete dabei über 73.200 Menschen, darunter mindestens 21.000 Kinder.

Die Vereinten Nationen berichten, dass 96 Prozent der Kinder in Gaza das Gefühl haben, dass der Tod unmittelbar bevorsteht. Israel hat während des Krieges etwa 223.000 Tonnen Sprengstoff auf Gaza abgeworfen, was das 16-fache der Menge ist, die die USA 1945 auf Hiroshima abgeworfen haben.

Vier israelische Soldaten wurden in diesem Zeitraum ebenfalls getötet. Die Verhandlungen über eine zweite Phase des Waffenstillstands, die ein Entwaffnen der Hamas und einen vollständigen Rückzug Israels aus Gaza beinhalten würde, sind ins Stocken geraten.

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